Flucht aus der Geiselhaft – Aus der Hand der Terroristen befreit

6.6.2016
3 min

Entführt, misshandelt, chancenlos. Wie sollte Sherzad Suleiman jemals den bewaffneten IS-Terroristen entkommen? Doch dann hat der irakische Gefangene eine Vision von Jesus, der ihm ganz klar sagt, was er tun soll. Wenig später ist er frei.

Sherzad Suleiman ist Ingenieur. Nie hätte er sich träumen lassen, dass er einmal in die Hände von Terroristen gerät. Es geschieht im Frühjahr 2016. Der Iraker ist gerade im Aussendienst tätig, als eine Gruppe bewaffneter Männer ihn überfällt und entführt. Die Geiselnehmer hoffen auf eine hohe Summe Lösegeld.

In Geiselhaft

Vier Tage lang halten die Islamisten den Ingenieur gefangen und misshandeln ihn. «Alle zwei Stunden wurde ich geschlagen. Dazu riefen sie 'Allahu Akbar', was so viel bedeutet wie 'Allah ist grösser'», erinnert sich Suleiman. «Einer prügelte immer wieder mit seiner Ak47 auf mich ein. Er brach mir die Nase und mein Knie und auch meine Niere versagte fast. Ich war körperlich am Ende. Es war schlimm.»

Nicht allein

Am vierten Tag, als wieder einer der Peiniger auf den Ingenieur einschlägt, hat dieser eine Vision: «Es war so klar, wie wenn man etwas im Traum sieht, aber es war kein Traum. Ich war wach, spürte die Schläge und wie sie nachliessen. Und ich konnte die Stimmen der Entführer hören. Aber da war noch jemand, der mich auf Arabisch ansprach. Ich sah diese Person ganz deutlich, aber scheinbar konnten die anderen den Mann nicht sehen.

Auf Arabisch sagte er zu mir: 'Ich bin Jesus.' Und dann forderte er mich auf: 'Geh nach Hause.' Ich fragte irritiert: 'Wie meinst du das? Siehst du nicht, dass alle Entführer da sind?' Ich sah Jesus mitten im Raum sitzen und wieder sagte er: 'Geh jetzt nach Hause.'»

Die Flucht

Was dann passiert, ist unglaublich. Sherzad Suleiman berichtet: «Als ich meine Augen öffnete, sah ich, wie die Islamisten miteinander stritten. Sie schlugen aufeinander ein und plötzlich erschoss ein Terrorist einen seiner Kollegen. In dem Tumult stand ich auf, öffnete einfach die Tür, trat auf die Strasse und nahm ein Taxi. So entkam ich den Terroristen.»

Doch es kommt noch besser. Als der Ingenieur nach Hause kommt, erzählte ihm seine Frau begeistert, dass Jesus ihr im Traum begegnet ist: «Er sagte mir, dass er dich gerettet hat und dass du bald nach Hause kommst!»

«Ich habe vor nichts mehr Angst», so Suleiman. «Jesus hat mich gerettet und er würde es wieder tun. Die Geiselnahme hat mein Leben verändert, denn vorher war ich kein guter Mensch. Ich wünsche mir, dass jeder, der meine Geschichte hört, anfangen kann, an Jesus zu glauben. Er ist hier und hat nicht nur mich von den Terroristen befreit, sondern unser aller Leben gerettet. Wir brauchen Jesus so sehr wie Nahrung, wie das Blut, das durch unsere Adern fliesst. Jesus ist alles für mich!»

Hier erzählt Sherzad Suleiman seine Geschichte (Englisch, Ausschnitt ab Minute: 4:40- 9:23):

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