Jozy Pollock – Eine Migräne rettete sie vor dem Mord durch Charles Manson

Jozy Pollock
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Jozy Pollock
24.8.2018
4 min

Dank einer Migräne wurde Jozy Pollock nicht zum Opfer von Charles Manson. Die Britin, die mit dem Drummer von Elton John verlobt gewesen war, fand nach mehreren gescheiterten Beziehungen zu Jesus Christus. Später diente sie den Gefangenen in Los Angeles als Seelsorgerin.

Wäre alles nach den finsteren Plänen von Charles Manson gegangen, würde Jozy Pollock heute nicht mehr leben. Sie hätte in der warmen Sommernacht des 8. August 1969 bei Sharon Tate zu Hause sein sollen und wäre dort wohl von ihm ermordet worden. Es war eine verlorene Telefonnummer und eine Migräne, die ihre Besuchspläne durchkreuzten. Dadurch entkam sie dem schrecklichen Albtraum.

Jozy blickte bereits auf ein bewegtes Leben: Im East End von London geboren, wurde sie zur britischen «Hula-Hoop Queen». Später heiratete sie den amerikanischen Magier Channing Pollock, den sie in London kennenlernte.

Nachdem sie sich 1968 von ihrem Mann scheiden liess, ging sie mit verschiedenen Musikern aus, bis sie sich mit Nigel Olsson, dem Schlagzeuger von Elton John, verlobte und mit der Band auf Tour ging.

Rettende Migräne

Fast wäre es nie soweit gekommen. «Ich kannte Sharon Tate schon als Teenagerin», erinnert sich Jozy. «Ich traf sie in Italien, wo mein damaliger Mann Filme drehte. In einem davon trat sie als Statistin auf. Sie war wirklich schön. Als sie nach Los Angeles kam, hingen wir immer zusammen rum.»

Sharon lud Jozy an jenem Abend der Morde ein. Sie verabredeten sich auf ein Wochenende, an dem Sharons Mann Roman Polanski noch in London weilte.

Doch Jozy fand am entsprechenden Tag die Nummer von Sharon nicht und litt überdies an einer Migräne. «Deshalb dachte ich, dass ich sie am nächsten Tag besuche. Kurz bevor ich ging, hörte ich plötzlich in den Nachrichten, dass einige Leichen in Sharon Tates Haus gefunden wurden.»

Der Wunsch nach Frieden

Die Nachricht machte die Runde, dass Tate in ihrem Haus zusammen mit vier weiteren Anhängern von Charles Manson ermordet wurde. Tate war im achten Monat schwanger. Es war ein unglaublicher Schock für Jozy.

Einige Zeit später, nach einer weiteren gescheiterten Beziehung, war sie am Ende ihrer Kräfte. Sie sprach mit einem Freund, dessen Leben von Jesus Christus verändert worden war. Sie sagte zu ihm, sie habe genug von all den Qualen. Alles, was sie wolle, sei Frieden.

Persönliche Beziehung mit Jesus

Der Freund erklärte: «Mit Jesus kannst du Frieden haben, aber du musst das Gebet des Sünders beten.» Jozy erwiderte: «Moment mal, ich bin keine Sünderin, ich bin ein guter Mensch. Ich helfe immer den anderen.» Doch ihr Bekannter erklärte ihr, dass jeder Mensch von Natur aus sündig und dadurch von Gott getrennt sei. Dass aber auch jeder Mensch durch Jesus Christus Zugang zu Gott haben könne.

Innerlich war sie noch nicht bereit. So betete sie beispielsweise: «Herr, verwandle mich nicht in einen Jesus-Freak. Ich will nur ein bisschen davon.»

Der Durchbruch

Aber nach sechs Monaten spürte Pollock, dass ihr etwas fehlte, bis der Durchbruch während eines Bibelstudiums kam, als sie die Taufe durch den Heiligen Geist empfing. «Das gab mir Hunger und Durst nach Gott. Es war schwer, meinen Willen aufzugeben. Aber nachdem ich das getan hatte, hatte ich Frieden.» Sie liess sich auch mit Wasser taufen.

1984 wurde sie zur ersten protestantischen Kaplanin in der Geschichte von Los Angeles. «Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal in den christlichen Dienst eintreten würde», sagt Pollock. «Gott gab mir den Mut, die Leute im Gefängnis zu konfrontieren.» Für diese Arbeit inspiriert wurde sie durch Jesaja, Kapitel 42, Vers 7, um «die Augen zu öffnen für jene, die blind sind, die Gefangenen aus dem Gefängnis zu befreien und die, die in der Dunkelheit sitzen, aus dem Kerker zu befreien».

Unter anderem traf sie hinter Gittern auch auf Satanisten, die ihr anfangs feindselig gegenüberstanden. Sie konnte vielen erklären, wie sich ihr Leben durch Jesus Christus verändert hat.

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