Nach Geschlechtsumwandlung – «Es ist vermutlich das Egoistischste, was ein Mensch tun kann»

9.7.2016
4 min

20 Prozent der Patienten sind nach ihrer Geschlechtsumwandlungs-OP depressiv oder selbstmordgefährdet, berichtete die britische Tageszeitung «Guardian» vor einigen Jahren. Auch Walt Heyer erlebte, wie ihn die Geschlechtsumwandlung kaputt machte. Am Ende entschied er sich, die OP rückgängig zu machen. Gott allein schaffte es, seine inneren Wunden zu heilen.

Damals, 1979, war Walt scheinbar glücklich verheiratet mit zwei Kindern, 15 und 12 Jahre alt. Doch er selbst fühlte sich wie eine Frau, die im Körper eines Mannes gefangen war. So liess er sich von seiner Ehefrau scheiden und unterzog sich drei Monate später der OP, die ihn 20'000 Pfund kostete.

Seine Kinder konnten das überhaupt nicht nachvollziehen. «Meine Tochter war sehr sehr wütend», berichtet Walt. «Und mein Sohn sagte: 'Es wäre leichter gewesen, wenn du gestorben wärst, weil ich dann wenigstens den Leuten sagen könnte, was ich grad durchmache!'»

Heute versteht Walt, dass er mit seiner Entscheidung einen riesigen Fehler gemacht hat. «Wenn ein Vater so etwas tut, verrät er seine Kinder… Es ist vermutlich die egoistischste, narzisstischste Sache, die ein Mensch tun kann. Es ist so dumm, sich selbst über die eigenen Kinder zu stellen, die jemanden brauchen, der für sie da ist!»

Entscheidung mit weitreichenden Folgen

Zunächst war er euphorisch. Doch mit der Zeit fühlte er sich immer schlechter. Er war jahrelang arbeitslos, niemand wollte einem Transgender Arbeit bieten. «Sobald ich Psychologie studierte, merkte ich, dass es biologisch unmöglich ist, das Geschlecht eines Menschen zu verändern und dass es letztlich ein psychologisches Problem ist, nicht ein medizinisches. Alles, was sie tun, ist, dich mit Hormonen vollzupumpen, dir Brustimplantate einzusetzen und zu sagen, dass sie eine Frau geschaffen haben. Aber biologisch ist es unmöglich, einen Mann zu einer Frau zu machen.»

Dann stellt er fest, dass seine Geschlechtsverwirrungen mit traumatischen Erlebnissen in seiner Kindheit zu tun haben, eine extrem strenge Mutter, eine Grossmutter, die ihm Mädchenkleidung anzieht, sexuelle Belästigung eines Onkels… Doch durch die persönliche Begegnung mit Jesus wird er innerlich geheilt. Und dann lässt sich Laura, bzw. Walt, wieder zurückoperieren.

Einsatz gegen die LGBT-Lobby

Heute ist Walt als internationaler Sprecher unterwegs, um sich gegen die LGBT-Lobby stark zu machen. Über seine Webseite sexchangeregret.com berät er Menschen, die eine Geschlechtsumwandlung durchführen möchten. Hunderte von Personen hätten ihn bereits über die Internetseite kontaktiert – und jeder einzelne könne den Grund für diese drastische Entscheidung auf schwere Kindheitstraumata zurückverfolgen.

Auf der Internetseite bezieht sich Walt Heyer auch auf eine Langzeit-Studie, die 2003 mit 324 geschlechtsoperierten Personen in Schweden durchgeführt wurde. Laut Studie «haben Menschen mit Transsexualismus nach der Geschlechtsumwandlung ein erheblich höheres Risiko, zu sterben sowie selbstmörderische Tendenzen und psychiatrische Krankheiten zu entwickeln». Auch auf einen Artikel des Guardian von 2004 verweist Walt Heyer, in dem es heisst, dass bis zu 20 Prozent der Geschlechtsoperierten «ihre Umwandlung bereuen. Viele von ihnen sind nach der Operation stark bekümmert oder gar selbstmordgefährdet».

Dankbar für das eigene Geschlecht

In einer weiteren Rubrik der Webseite erzählen Menschen davon, wieso sie ihre Entscheidung hinterher bereuten oder was sie gar dazu bewegt hat, die OP wieder rückgängig zu machen. Einer von ihnen ist Robert John, der nach seiner Umwandlung zur Frau 1997 in eine schwere Depression fiel. Er begann, die Bibel zu lesen und stiess dabei auf Psalm 51, in dem David Gott um Vergebung anfleht. «Ich kam an den Punkt, an dem ich Vergebung suchte und den Glauben an das vollendete Werk Jesu Christi fand. Ich wusste, dass wenn ich als Frau lebte, ich nicht in der Wahrheit lebte, und so nahm ich wieder meinen Namen und das Geschlecht an, mit dem ich geboren wurde, ohne mich noch einmal operieren zu lassen. Ich war siegreich, weil ich Jesus in mein Herz liess und begann, mich auf Gott auszurichten statt auf mich selbst. Heute bin ich dankbar für das Geschlecht, mit dem ich geboren wurde, und den Segen, trotz aller Folgen und Herausforderungen. Gott hat mich dazu gebracht, ein Zeugnis für seine Wahrheit und Liebe zu geben und ich kann heute sagen: Gottes Gnade, sein Erbarmen und seine Wahrheit können einen Menschen befreien!»

Auch Walt Heyer hat diese Befreiung in Jesus Christus erlebt. Und dies hatte auch Auswirkungen auf die Beziehung zu seinen Kindern. «Ich traf mich mit jedem der beiden und sagte ihnen, wie leid es mir tut, dass ich mich nicht auf sie konzentriert habe, sondern vielmehr auf meine Geschlechtsprobleme. … Es brauchte etwas Zeit, bis die Beziehungen heilen konnten, aber heute ist alles wieder gut.»

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