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Anne Freytag

Anne Freytag – «Gott hat meine Erwartungen übertroffen!»

Der Glaube spielte bei Anne Freytag aus Dresden lange eine untergeordnete Rolle. Als Jugendliche wollte sie sich ausprobieren und Abenteuer erleben. Erfüllung fand sie dabei nicht. Ihr wurde bewusst, wer Jesus ist, und das veränderte sie.

Ich hatte eine Kindheit voller Liebe, auch wenn sie durch die schwierige Ehe meiner Eltern nicht ganz ungetrübt war. Für meinen Bruder und mich gehörten Konfirmation und eine evangelische Jugendgruppe zum Leben dazu. Genauso wie der gelegentliche Gottesdienstbesuch am Sonntag.

Auch wenn ich – vor allem in der Jugendgruppe – Freundschaft und lustige Gemeinschaft erlebte, war der Glaube für mich nicht wirklich lebendig. Er war nur ein Bereich unter vielen in meinem Leben.

Punk, Party, Pausenclown

Ich war gespannt auf das Leben da draussen und wollte Abenteuer erleben. Ausserdem war ich neugierig auf Drogen, die versprachen, negative Gefühle und Unsicherheit auszuschalten.

Ich suchte Kontakt zur Punkszene, kiffte, trank Alkohol und war viel auf Partys. Ich war froh, mein zurückhaltendes «Brav-Mädchen-Dasein» überwunden zu haben, sass nun in der Schule ganz hinten neben einem Punk und wir störten gemeinsam den Unterricht.

Tief in mir wusste ich aber, dass das nicht die Erfüllung war, die ich suchte. Immer, wenn ich zum Himmel sah, spürte ich, dass ich auf einem gefährlichen Irrweg war und dass mir etwas Entscheidendes fehlte. Ich hatte keinen Frieden.

Gott lässt mich nicht los

Immer wieder wurde ich durch andere Menschen an Gott erinnert. Eine Freundin lud mich ab und zu ein, in die Kirche mitzukommen. Auf einer Reise traf ich eine junge Frau, von der ich zum ersten Mal hörte, dass ich eine Entscheidung für Jesus treffen müsse, damit sein Tod am Kreuz für mich wirksam werden kann. Ich ahnte, dass das nicht ohne Konsequenzen gehen würde, war aber noch nicht so weit.

Berührt von Gottes Gegenwart

Im folgenden Winter war ich viel krank und sackte in der Schule ab. Meine Eltern hatten inzwischen herausgefunden, was mit mir los war. Es war mir sehr unangenehm, dass sie sich so grosse Sorgen machten.

Zu dem Zeitpunkt lud mich eine Freundin zu einem besonderen Gottesdienst ein und weil ich neugierig war, ging ich mit. Was ich dort erlebte, übertraf meine Erwartungen.

Die Lieder, in denen Jesus als König verehrt wurde und total im Mittelpunkt stand, berührten mich zutiefst. Ich spürte so eine grosse Freude in mir und hätte gleichzeitig gern meinen Tränen freien Lauf gelassen. Es fiel mir wie Schuppen von den Augen, dass Jesus wirklich lebendig ist! Und dass er der König ist, dem alle Ehre zusteht.

Ich begriff, dass Jesus keine Randerscheinung in meinem Leben sein will. Er hat am Kreuz alles für mich gegeben; deswegen möchte er auch gerne alles für mich sein.

Entscheidung für Gott

Noch am selben Tag sagte ich in meinem Zimmer zu Jesus: «Bitte vergib mir meine Schuld und dass ich bisher ohne dich gelebt habe. Danke, dass du am Kreuz für mich gestorben bist. Ich gebe dir mein Leben hin, bitte komm, erfülle mich und sei du mein Herr!» Von da an wusste ich, wofür ich lebe.

Und es veränderte sich noch mehr: Die Bibel sprach auf einmal zu mir, wenn ich darin las. Ich hatte eine Freude, wie ich sie vorher nicht kannte. Stück für Stück erneuert Gott seitdem mein Leben. Ich weiss: er geht mit mir durch alle Höhen und Tiefen.

Ich konnte mein Fach-Abi nachholen, studieren und bin nun sogar nach langem Sehnen glücklich verheiratet und wir erwarten ein Baby. Wenn ich heute zum Himmel schaue, habe ich Frieden in mir. Gott übertrifft wirklich alle Erwartungen!

Dieser Artikel erschien im Dezember 2015 auf Jesus.ch

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