Kurz vor der Hinrichtung – Häftling fand Frieden im Gefängnis

Insassen in Ecuador
Imported Image
Insassen in Ecuador
16.9.2016
3 min

Er wusste, dass seine Hinrichtung unmittelbar bevorstand – und verspürte trotzdem innerlichen Frieden. Warum? Im Gefängnis hatte der iranische Häftling Alireza Asadi Jesus Christus kennengelernt, das «beste Erlebnis meines Lebens», wie der Ex-Drogenhändler sagte. Und er wollte, dass die ganze Welt dies erfährt.

Als Alireza Asadi ins Gefängnis gebracht wurde, wusste er vermutlich schon, dass es nicht gut ausgehen würde für ihn. Die Beweislage war klar, er wurde wegen Drogenhandel verhaftet. Und in seinem Heimatland, dem Iran, bedeutet dies die Todesstrafe. «99 Prozent derjenigen im Gefängnis, die die Todesstrafe bekommen, nehmen Drogen», berichtete Alireza während eines Telefonats mit seinem Bruder Mohsen. Doch nicht so Alireza – warum?

«Ich brauchte Frieden – und Gott war da»

Ein christlicher Mitgefangener besuchte Alireza immer wieder und sprach mit ihm über den Glauben, über «interessante Dinge», wie er es nennt. «Ich merkte, dass Gott der wahre Gott ist. Ich bat Gott, dass er sich mir zeigen würde. Und er war da, als ich ihn brauchte. Ich brauchte Frieden – und Gott war da.» Dies geschah etwa ein Jahr, nachdem Alireza ins Gefängnis kam. Zu der Zeit berichtete er auch seinem Bruder Mohsen von seiner Entscheidung, Jesus nachzufolgen. Er fühle sich wie ein freier Mann.

«Das beste Erlebnis meines Lebens»

Und Alireza nutzte jede Gelegenheit, um den Freunden, mit denen er früher im Drogengeschäft gewesen war, von Jesus zu erzählen, sogar noch am Tag vor seiner Hinrichtung. «In ein oder zwei Tagen werde ich sterben – und ich hoffe, dass euch das nie passieren wird», sagte er seinen Freunden. «Aber eigentlich will ich euch vom besten Erlebnis meines Lebens erzählen, nämlich als ich Jesus traf. Ich will euch zu nichts zwingen, aber bitte beginnt damit, ihn kennenzulernen. Wenn ihr nur zwei Sätze aus der Bibel lest, werdet ihr sie nie wieder weglegen wollen!»

Geborgen bei Gott

Sein Wunsch war es, aus der Haft zu kommen und in den Gemeinden sein Zeugnis zu geben und von den Wundern zu berichten, die er erlebt hat; doch dieser Wunsch wurde ihm nicht gewährt. Am 27. August wurde er im Gefängnis hingerichtet. Doch vorher bat er seinen Bruder, sein Zeugnis in der ganzen Welt zu verbreiten.

Und selbst im Angesicht seines bevorstehenden Todes war Alireza durch seinen neugefundenen Glauben und den Halt in Jesus Christus innerlich vom Frieden erfüllt und freute sich auf den Himmel. «Ich glaube, dass jetzt eine neue Zeit für mich beginnt. Und diese neue Zeit ist so viel schöner als das Leben auf dieser Welt – das glaube ich von ganzem Herzen. … Endlich werde ich Frieden finden. Ich habe keinen Stress mehr, keine negativen Gefühle und weiss, dass alles gut werden wird!»   

Teile diesen Beitrag
Das könnte dich auch interessieren
Story
Elian-Meier

«Wir leben noch nicht im Himmel»

Elian und Simon Meier engagierten sich in Guinea für die lokale Bevölkerung. Als Kinder Gottes und im Dienst für ihn vertrauten sie darauf, dass er ihre Familie schützen würde. Doch dann wurden sie mit einer anderen Erfahrung konfrontiert.
Story
juli-rudolph

Wie ein altes Worship-Video Juli zurück zu Jesus führte

Young, wild and free – so könnte das Motto der heute 21-jährigen Juli Rudolph in ihrer Teenagerzeit gelautet haben. Sie wusste, dass es einen Gott gibt. Doch mit der Zeit spielte dieser Glaube in ihrem Leben kaum noch eine Rolle. Dann kam eine Nacht, in der sie sich ein jahrealtes Worship-Video ...
Story
andreheiniger

Vom Spitzenkoch über den Ruin zu neuem Leben

Nach einer schwierigen Kindheit startet André Heiniger voller Elan ins Berufsleben und hat sofort grossen Erfolg. Er wird reich, macht sich selbstständig und lebt für seine Karriere. Doch dann bekommt er eine schwierige medizinische Diagnose.
Story
Sophia im Studio

Ihr war alles egal – bis ihre Welt zusammenbrach und plötzlich Friede kam

Eigentlich war Sophia mit dem Grundgefühl durchs Leben gegangen, dass alles egal sei. Doch als sie mit 18 Jahren ungeplant schwanger wurde, brach dieses Gefühl plötzlich auf. Sie war verzweifelt und hilflos – und zugleich fühlte sich dieser Moment so real an wie lange nichts mehr. Zum ersten Mal ...