Tari aus Indonesien – «Ich bekam die Worte einfach nicht mehr aus dem Kopf»

Indonesische Muslimin bekehrt sich zum Christentum
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Indonesische Muslimin bekehrt sich zum Christentum
3.10.2022
3 min

Es war der Text eines Liedes, der die Muslimin Tari berührte und sie mit Frieden erfüllte. Dann hörte sie im Traum eine Stimme – und bekam die Worte nicht mehr aus ihren Gedanken.

Tari wuchs in einer muslimischen Familie in Indonesien auf. Mit dem Christentum hatte sie nicht viel am Hut. Doch als sie im ersten Jahr der Oberstufe ein Lied hörte – ein christliches Lied –, kam es ihr bekannt vor; sie hatte es bereits als kleines Kind im Fernsehen gehört. «Nicht mit Gold oder Silber, du hast uns mit deiner Liebe und deinem Opfer erlöst», lautete ein Teil des Textes, der sie sofort mit einem bisher ungekannten Frieden erfüllte.

Tari wusste, dass es ein christliches Lied war und begann, weitere solcher Lieder zu suchen – den Frieden, der sie dabei erfüllte, wollte sie nicht missen. Nach und nach verstand sie, dass es bei diesem Gott um viel mehr ging. Zwar praktizierte sie weiterhin den Islam, aber sie betete zu Gott, dass er sie auf den richtigen Weg führen sollte.

Gottes Antwort

Und Gott antwortete ihr, ganz praktisch, durch einen Traum. Tari sah sich auf einer langen Strasse, an deren Ende ein strahlendes Licht war. Während sie auf der Strasse ging, hörte sie eine Stimme, die sagte: «Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.» Diese Worte prägten sich ihr ein. «Ich konnte die Worte nicht mehr aus dem Kopf bekommen», erinnert sich Tari. «Letztendlich googelte ich nach ihnen und merkte, dass sie aus der Bibel aus Johannes, Kapitel 14, Vers 6 kommen. Und ich verstand, dass Isa Al-Masih (Jesus) der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Ich bekomme immer noch eine Gänsehaut, wenn ich an den Moment denke…»

Sie wandte sich mit ihren Fragen an ihren Onkel, der Christ war. Und irgendwann entschied sie sich, Jesus in ihr Leben aufzunehmen. «Ich war so glücklich, dass ich endlich Christ wurde», berichtet Tari. «Ich war voller Freude, ich kaufte mir sogar eine Kreuzkette.» Und sie liess sich direkt taufen.

Schwierigkeiten

Doch in ihrem Wohnort wurde ihre Entscheidung nicht gut aufgenommen. Freunde rissen ihr die Kette vom Hals. Obwohl sie verletzt war, konnte sie ihnen nicht böse sein. Und mit der Zeit konnte sie sogar einem dieser Freunde helfen, Jesus kennenzulernen. Am schlimmsten war es aber, als ihre Mutter alles herausfand. Als Tari eines Tages verreist war, fand die Mutter das Taufzertifikat der Tochter. Sie war ausser sich vor Wut und durchbohrte Tari mit Fragen, warum sie den Islam verlassen hatte. Aus Angst vor der Reaktion ihrer Mutter kam Tari nicht mehr nach Hause, sondern blieb für einige Zeit bei ihrer Mentorin wohnen.

Aktuell wohnt sie immer noch nicht zu Hause. Sie hofft, ihre Mutter und die Familie eines Tages wiedersehen zu können, doch aktuell ist sie dafür noch nicht bereit. Doch Tari weiss, dass Gott treu ist. Und dass er ihr Frieden schenkt – wie zu Beginn ihrer Reise durch ein Lied.

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