Unerfüllter Kinderwunsch – «Ich musste meinen Schmerz von ihrer Freude trennen»

Jenny Marrs
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Jenny Marrs
Für Jenny Marrs war es nicht selbstverständlich, Mutter zu werden. Nachdem medizinische Tests keine klare Ursache für ihre Kinderlosigkeit fanden, durchlebten sie und ihr Mann Dave eine schwierige Zeit voller Zweifel und Schmerz.
9.10.2025
4 min

Jenny Marrs dreht gerade mit ihrem Mann Dave die siebte Staffel von «Fixer to Fabulous», kürzlich wurde die 100. Folge aufgenommen. Gutgelaunt werden alte Häuser renoviert; doch der Werdegang des Paares war alles andere als voller Sonnenschein. Jenny Marrs erinnert sich: «Daves Vater war Bauunternehmer, also war Dave mit dieser Arbeit aufgewachsen. Er hatte gedacht, er wolle etwas völlig anderes machen, doch ihm wurde klar, dass er sich nach der kreativen Seite dieser Arbeit sehnte – nach dem Handwerk, dem Bauen, dem Arbeiten im Freien.»

So weit, so gut. «Wir dachten: ‘Jetzt ist es an der Zeit, eine Familie zu gründen. Wir sind verheiratet, wir sind gereist, unser Geschäft läuft – jetzt sind wir bereit.’ Doch plötzlich merkten wir: Das funktioniert nicht. Irgendetwas stimmt nicht. Wir konnten keine Kinder bekommen. Wir gingen zu Fruchtbarkeitsspezialisten, machten alle Tests, aber niemand konnte uns sagen, woran es lag. Es gab keine klare Diagnose – ‘Alles sieht gut aus’, hiess es immer. So vergingen Jahre. Anfangs erzählten wir niemandem davon. Wir dachten, wir schaffen das schon allein; wir wollen ein Baby, also werden wir eines bekommen.»

Alle im Umfeld wurden schwanger...

Nach und nach begannen die beiden, davon zu erzählen, «besonders als um uns herum alle schwanger wurden. Es war eine schwere Zeit. Ich musste lernen, meinen Schmerz von ihrer Freude zu trennen… etwas, das unglaublich schwierig war. Ich wollte, dass sie wussten, dass ich mich wirklich für sie freute, auch wenn es mir selbst wehtat. Schliesslich mussten wir es offen ansprechen, weil ich irgendwann erklären musste, warum ich mitten auf einer Babyparty plötzlich gehe, weil ich innerlich zusammenbreche.»

Jenny und Dave Marrs erkannten, wie wichtig Gemeinschaft ist. «Wir sind nicht dafür geschaffen, das Leben allein zu bewältigen. Anfangs dachten wir, wir könnten uns gegenseitig und auf Gott stützen und dass das reicht. Doch wir mussten lernen, Menschen hereinzulassen. Ich wollte kein Mitleid, keine unbequeme Stille. Es war eine dunkle Zeit, und wir hätten sie ohne unsere Familie, Freunde und unseren Glauben nicht überstanden und ehrlich gesagt, auch nicht ohne deren Glauben, der uns oft mitgetragen hat.»

Verzögerte Träume

Sie sei nie das kleine Mädchen gewesen, das einfach nur Mutter werden wollte. «Ich wollte nach New York ziehen, in der Werbung arbeiten und die Welt bereisen. Und plötzlich war da dieses tiefe Verlangen, Mutter zu sein.»

Sie betete: «Herr, selbst wenn ich nie eigene Kinder haben werde, vertraue ich darauf, dass du mich aus einem bestimmten Grund durch diese Zeit führst – damit mein Glaube wächst, mein Verständnis tiefer wird, und ich deine Gnade und Liebe auf neue Weise begreife.» Und dass sie darauf vertraue, dass selbst, wenn sie nie Mutter werden würde, Gott etwas Gutes daraus entstehen lasse.

Jetzt, zwanzig Jahre später, könne sie rückblickend sagen: «Er hat es getan. Wir sind immer noch mit denselben Freunden befreundet. Wir haben gemeinsam Hochzeiten, Geburten und Kinder begleitet – und unsere Kinder wachsen miteinander auf.»

Eine Tochter kommt nach Hause

Jenny mit ihren fünf Kindern
jennymarrs.com
Jenny mit ihren fünf Kindern

Tiefes Vertrauen brauchte sie auch vor etwas mehr als zehn Jahren, als es um eine Adoptiv-Tochter ging. «Ich hatte gerade ein Telefonat mit der Botschaft beendet; es waren keine guten Nachrichten. Wir versuchten, unsere Tochter nach Hause zu holen. Sie war rechtlich bereits unsere Tochter Sylvie, aber die Ausreisegenehmigungen für Kinder waren gestoppt worden.»

Sie sass fest. «Das war im März 2014 – erst im Juli konnte sie endlich zu uns nach Hause kommen.» Sie war sehr krank. «Jeden Tag hatten wir Angst, ob sie überhaupt überleben würde, geschweige denn nach Hause kommen könnte.»

Diese Zeit war geprägt von Angst und einem intensiven geistlichen Kampf. «Oft schlug ich die Bibel auf und wusste nicht einmal, wo ich anfangen sollte. Ich war überwältigt und voller Furcht um meine Tochter.» Doch es klappte schliesslich mit der Einreise. Heute hat das Paar zudem vier leibliche Kinder; die Zwillingssöhne Nathan und Ben (2010, fünf Jahre nach der Hochzeit), Tochter Charlotte (2014) und Sohn Luke (2019).

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