Von Christen überrascht – Ihre Güte veränderte seinen Hass

Mann mit Kindern
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20.8.2020
3 min

Idris tat alles, um die Arbeit der Christen im Dorf zu verhindern. Er schaffte sogar, dass auf einem gespendeten Stück Land eine Moschee statt der geplanten Kirche gebaut wurde. Doch als er Geld brauchte, waren die Christen die einzigen, die ihm halfen.

Idris (Name aus Sicherheitsgründen geändert) lebt in einem Gebiet von Nigeria, in dem 90 Prozent der Bevölkerung Muslime sind. Und wenige Muslime in seinem Dorf waren so standhaft wie er. Als lokale christliche Missionare im Dorf einen Trinkwasser-Brunnen bohrten, verbot Idris seiner Frau, das Wasser aus dem Brunnen zu holen.

Auftrag gegen die Christen

Jahrelang stellte er sich gegen die Arbeit von Christen in der Gegend. Er war davon überzeugt, dass er den Auftrag Allahs hatte, alle Bemühungen zu stoppen, durch die Menschen vom Islam weggelockt würden. Und so setzte er Bewohner unter Druck, den Christen weder Häuser zu vermieten, noch ihnen zuzuhören oder ihre Hilfe anzunehmen. Als ein Christ aus der Gegend den Missionaren Land vermachte, damit sie dort eine Kirche bauten, fand Idris einen Weg, um den Bau zu blockieren – letzten Endes wurde auf dem Grundstück sogar eine Moschee gebaut. «Er war extrem feindselig gegenüber unseren Missionaren und führte die Verfolgung gegen alle Konvertiten an», berichtet ein Gemeindeleiter. «Idris hatte sogar geschworen, unsere Missionare zu töten, wenn sie nicht aufhörten zu predigen…»

Gestrandet

Dann wurde sein etwa elfjähriger Sohn krank. Er bekam einen Ausschlag, musste immer wieder erbrechen, hatte Schmerzen in den Augen, Gelenken und Knochen. Schnell brachte Idris ihn in ein Krankenhaus, aber in seiner Gegend werden Leute nur in Krankenhäusern aufgenommen, wenn sie im Voraus bezahlen. Und Idris hatte kein Geld. «Niemand war bereit, ihm Geld zu leihen», berichtet der Leiter weiter.

«Unser Missionar hörte, dass Idris in der Klinik gestrandet und dass sein Sohn todkrank war. Unsere Mitarbeiter gingen sofort zum Krankenhaus und gaben ihm umgerechnet etwa 40 US-Dollar.» Das war genug, damit die Ärzte die Symptome einige Tage lang behandelten und den Jungen am Leben erhielten, bis die Krankheit vorbei war. Nach wenigen Tagen war er wieder gesund.

Dem Feind geholfen

Doch der bedingungslose Einsatz dieser Christen, die er zuvor doch so verletzt hatte, veränderte Idris Einstellung. Dabei hatten sie doch gar keine Hoffnung gehabt, dass er dadurch den Islam verlassen würde – sie waren trotzdem bereit, einem Feind zu helfen…

Aus Neugierde und Dankbarkeit begann Idris, Informationen über das Christentum zu sammeln. Er wollte wissen, was hinter diesem Verhalten steckte. «Er wurde vom Saulus von Tarsus zum Paulus», erklärt der Gemeindeleiter im Rückblick. «Er nahm Christus an, den er zuvor so gehasst hatte, und dann nahm seine gesamte Familie Christus an. Heute ist er so engagiert, dass er eine Schule besuchen möchte, um Missionar unter seinen Leuten zu werden.»

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