Mohamad Faridi – Muslim geisselte sich, um Allahs Gunst zu verdienen

Mohamad Faridi
Facebook/ @Mohamad Faridi
Mohamad Faridi
Er wuchs mit dem Ziel auf, sein Leben für den Islam zu opfern. Dies galt als der einzig sichere Weg zur Erlösung und zum ewigen Leben – so wurde es dem Iraner Mohamad Faridi gelehrt...
6.4.2025
3 min

Mohamad Faridi musste für seine Sünden Busse tun, indem er sich selbst mit scharfen Peitschen geisselte, bis sein Körper mit Wunden und blauen Flecken übersät war – eine Praxis, die im Iran noch heute öffentlich zelebriert wird.

«Alles drehte sich darum, Allahs Gunst zu erlangen, und ich wollte mir seiner Zustimmung sicher sein», sagt Mohamad, der 1984 in Teheran geboren wurde. «Aber am Ende blieb nur Verzweiflung.»

Nach zwei Jahren Militärdienst traf er seinen Freund Rasul wieder, einen früher gewalttätigen Mann, der jetzt ruhig und friedlich war. Rasul erzählte ihm, dass er Christ geworden sei und Jesus sein Leben verändert habe.

Die Offenbarung

«Er erzählte mir, wie Jesus geschlagen, verwundet und gekreuzigt wurde, wie er sein Leben gab, damit ich ewiges Leben habe. Statt mein eigenes Blut zu vergiessen, hat Jesus es für mich am Kreuz getan», erinnert sich Mohamad Faridi an das Gespräch.

«Plötzlich wurde mir die Wahrheit klar. Das Wort Gottes drang in mein Herz, und ich fiel auf die Knie, während Rasul mich zu einem einfachen Gebet anleitete. Ich bereute meine Sünden und bat Jesus, der am dritten Tag nach seiner Kreuzigung von den Toten auferstanden war, mein Herr und Erlöser zu werden.»

«Du bist zuhause»

Mohamad Faridi weiter: «Es war, als ob eine zentnerschwere Last von jeder meiner Schultern fiel. Ich wusste, dass ich frei war – und dass die islamische Welt in einer Lüge gefangen ist.»

Später betrat er eine Kirche und fühlte sich von Gottes Gegenwart «geduscht». Eine Stimme sagte zu ihm: «Du bist zu Hause!»

Er erhielt ein Neues Testament auf Persisch und konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Fünfmal las er die Evangelien und war besonders von den Worten Jesu berührt: «Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben.» (Matthäus Kapitel 11, Vers 28)

Ein hoher Preis

Doch als sein Vater von seiner Bekehrung erfuhr, reagierte er mit Gewalt und Mohamad musste sein Zuhause verlassen. Die nächsten drei Jahre verbrachte er als Taxifahrer, um das Evangelium zu verbreiten.

Als er merkte, dass ihm die Behörden auf den Fersen waren, beantragte er bei den Vereinten Nationen den Flüchtlingsstatus und konnte in die USA fliehen. Dort baute er sich ein neues Leben auf und lernte seine Frau kennen.

Heute ist er Teil einer iranischen Gemeinde in Los Angeles. Er sagt: «Jesus ist das Beste, was einem Menschen passieren kann. Es gibt nichts Grösseres, als in Gottes Gunst zu stehen und zu wissen, dass man vom Tod zum Leben übergegangen ist.»

Mohamad hat einen hohen Preis bezahlt: Er musste seine Familie und seine Heimat zurücklassen. Aber er betont: «Unser Leben auf dieser Erde ist kurz, aber das ewige Leben ohne Gott ist der wahre Verlust.» Er verweist auf die Bibel, Offenbarung Kapitel 3, Vers 20: «Noch stehe ich vor deiner Tür und klopfe an. Wer jetzt auf meine Stimme hört und mir die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und Gemeinschaft mit ihm haben.»

Teile diesen Beitrag
Das könnte dich auch interessieren
Story
Elian-Meier

«Wir leben noch nicht im Himmel»

Elian und Simon Meier engagierten sich in Guinea für die lokale Bevölkerung. Als Kinder Gottes und im Dienst für ihn vertrauten sie darauf, dass er ihre Familie schützen würde. Doch dann wurden sie mit einer anderen Erfahrung konfrontiert.
Story
juli-rudolph

Wie ein altes Worship-Video Juli zurück zu Jesus führte

Young, wild and free – so könnte das Motto der heute 21-jährigen Juli Rudolph in ihrer Teenagerzeit gelautet haben. Sie wusste, dass es einen Gott gibt. Doch mit der Zeit spielte dieser Glaube in ihrem Leben kaum noch eine Rolle. Dann kam eine Nacht, in der sie sich ein jahrealtes Worship-Video ...
Story
andreheiniger

Vom Spitzenkoch über den Ruin zu neuem Leben

Nach einer schwierigen Kindheit startet André Heiniger voller Elan ins Berufsleben und hat sofort grossen Erfolg. Er wird reich, macht sich selbstständig und lebt für seine Karriere. Doch dann bekommt er eine schwierige medizinische Diagnose.
Story
Sophia im Studio

Ihr war alles egal – bis ihre Welt zusammenbrach und plötzlich Friede kam

Eigentlich war Sophia mit dem Grundgefühl durchs Leben gegangen, dass alles egal sei. Doch als sie mit 18 Jahren ungeplant schwanger wurde, brach dieses Gefühl plötzlich auf. Sie war verzweifelt und hilflos – und zugleich fühlte sich dieser Moment so real an wie lange nichts mehr. Zum ersten Mal ...