Radikaler Muslim tauscht Dschihad gegen Jesus

Flüchtling, Afghane
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Flüchtling, Afghane
2.1.2019
3 min

Jay träumte davon, in aller Welt Christen und Juden umzubringen. Dann lernte er Jesus kennen – heute wird er selbst verfolgt …

Jay kommt aus Afghanistan, seine Eltern sind fromme Muslime. 2001 floh der damals Fünfzehnjährige vor den Kämpfen zwischen den USA und den Taliban nach England; aber dort zog ihn genau dieser radikale Extremismus an, dem er doch eigentlich entkommen wollte. «In einer Moschee schenkten sie mir einen englischen Koran und ich las ihn. Je tiefer ich in den Glauben eindrang, umso extremer wurde ich, und schliesslich war ich so begeistert von Terrorattacken in aller Welt, dass ich ernsthaft daran dachte, mich einer solchen Gruppe anzuschliessen.»

Die Wende

Doch mit der Zeit begann er, seinen Drang nach Gewalt zu hinterfragen. Im Internet informierte sich Jay über andere Religionen, aber die lebensverändernde Wahrheit fand er erst in der Bibel, die ihm jemand schenkte. «Ich las die Bergpredigt, und mir kamen die Tränen. Im Neuen Testament sagt der Herr: ‚Liebet eure Feinde und segnet, die euch verfluchen‘, und im Koran heisst es: ‚Geht und tötet die Juden und die Christen, wo immer ihr sie findet‘. Das war für mich die Wende.»

Verfolgt von der eigenen Familie

Schliesslich vertraute Jay sein Leben Jesus Christus an. «Das war ein Wunder für sich.» Er liebte seine Eltern, seine Geschwister, seine muslimischen Freunde, aber die waren alles andere als begeistert! Seine Familie will seither nichts mehr von Jay wissen – seine Mutter spricht nicht mehr mit ihm, sein Bruder will ihn gar umbringen, seine Frau verweigert jeglichen Kontakt. «Ich habe meine Familie verloren und mein Geschäft dazu. Ich muss sehr vorsichtig sein und kann nur auf Gottes Schutz vertrauen.»

Am Anfang ging die Verfolgung über Jays Kräfte, er machte einen Selbstmordversuch. Durch ein Wunder überlebte er, aber die Belästigung ging weiter. «Ich muss mich verstecken. Ich kam nach England, weil ich dachte, es sei ein freies Land, in dem ich auch meine Religion wechseln kann.»

Gemeinde wurde zur neuen Familie

Wie Jay sind viele Muslime in England Christ geworden, die britische Organisation «British Pakistani Christians» hilft ihm und anderen Konvertiten. Laut der Organisation kommen jedes Jahr 10‘000 Muslime in Grossbritannien zum christlichen Glauben, viele von ihnen leiden dadurch unter Verfolgung. «Auch Jay hat uns eine E-Mail geschrieben», erklärt BPC-Leiter Wilson Chowdry. «Wir haben ein Netz von Pastoren im ganzen Land, die gerne helfen – sie bringen die Leute zu einer neuen Unterkunft, beherbergen sie und reden mit ihnen. Deren Gemeinden werden zu ihrer neuen Familie, und das macht sie wirklich stark.»

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