Ex-Muslimin wird Christin – «Selbst als egoistische Atheistin empfand ich Trauer bei der Abtreibung»

4.10.2017
2 min

Nach zwei Abtreibungen wird aus der ehemaligen Muslimin und späteren Atheistin Derya Little eine Lebensschützerin und Christin. Einst war die gebürtige Türkin der Meinung, Zugang zu Geburtenkontrolle und Abtreibung würde Frauen «von der Tyrannei der Männer» befreien. Doch selbst als «egoistische Atheistin empfand ich Trauer bei der Abtreibung».Schon im Teenager-Alter beginnt die Muslimin Derya Little, ihren Glauben zu hinterfragen. Sie gerät auf Abwege, nimmt Drogen und gelangt zu einer rücksichtslosen Einstellung. Diese führt dazu, dass sie zweimal schwanger wird und sich in beiden Fällen für eine Abtreibung entscheidet. «Mein Atheismus erleichterte mich von den Gewissenslasten. Sex vor der Ehe war kein Problem, sondern ein Bedürfnis. Sexuelle Unterdrückung führt zu Aggression und Gewalt. Abtreibung war kein Mord für mich, da ich den Fötus als einen Zellklumpen sah.»

Tief berührt

Sie glaubte nicht, dass das ein Baby sei, sondern einfach ein Gewebehaufen, «der zur Bedrohung meines Lebensstils und meiner Zukunft werden könnte». Ihr Freund und sie hätten nicht einmal darüber diskutiert. Als der Urin-Test positiv wurde, wurde mit dem Gynäkologen ein Termin vereinbart und die Abtreibung durchgeführt.

Dann lernte sie die Christin Therese kennen. «Sie war die erste Lebensrechtlerin, die ich kennenlernte. Sie war überzeugt, dass das Leben mit der Empfängnis beginnt. Zwar war ich nicht ihrer Meinung, doch ich war neidisch auf ihre Zuversicht. Ihre Position berührte mich tief.»

Der Entscheid

Vorerst habe sie Therese als Antifeministin und Religiöse darstellen wollen, «doch die Wissenschaft, die mein Gott war, belegte, dass der Zellhaufen, den ich wegmachen liess, einen Herzschlag hatte. Ich argumentierte, dass Frauen Zugang zu Geburtenkontrolle und Abtreibung haben müssen, um sich von der Tyrannei der Männer lösen zu können, obschon ich wusste, dass Abtreibungen Frauen zum Opfer werden lassen. Selbst ich als pragmatische, egoistische Atheistin empfand Trauer bei den Abtreibungen.»

Dann entschied sie sich, Christ zu werden. Dies veränderte sie völlig. Heute setzt sie sich selbst für das Recht auf Leben ein. «Durch die Liebe und Barmherzigkeit von Christus, strebe ich nun täglich danach, im Glauben vorwärts und aufwärts zu kommen und Wege zu finden, um meinen Glauben weiterzugeben.»

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