Tragischer Hintergrund – So entstand «God will make a way»

26.10.2018
3 min

Für Millionen von Menschen ist die Hymne «God will make a way» zum Trost geworden. Das Lied entstand in tiefster Trauer, wie der Komponist Don Moen in seinem gleichnamigen ersten Buch erklärt.Don Moen ist bekannter christlicher Singer-Songwriter. Aus seiner Feder stammen «Blessed be the Name of the Lord» und «Celebrate, Jesus, Celebrate»; das im deutschen Sprachraum auch bekannt ist unter dem Titel «Feiert Jesus, kommt feiert ihn». Zu seinen bekanntesten Stücken gehört «God will make a way». Der Ursprung dieses Liedes hat einen herzzerreissenden Hintergrund.

Das tragische Ereignis

Er habe eines Nachts einen Anruf von seiner Schwiegermutter bekommen: «Sie erzählte mir, dass die Familie der Schwester meiner Frau anlässlich eines Skiausflugs einen tragischen Unfall erlitten hatte. Susan und Craig Phelps waren mit ihren vier Kindern unterwegs gewesen. Alle Kinder wurden aus dem Fahrzeug geschleudert. Das älteste, ein neunjähriger Junge, starb sofort. Die anderen drei wurden schwer verletzt, überlebten den Unfall jedoch.»

Don Moen wusste nicht, was er dazu sagen sollte. «Craig war Bibellehrer und das Paar war voller Glauben.»

«Gott wird einen Weg bereiten»

Als Don im Flugzeug sass, fragte er Gott, was er seiner Schwiegerfamilie mitteilen sollte. Er begann im Buch Jesaja zu lesen, dabei fiel ihm in Kapitel 43, der 19. Vers auf: «Durch die Wüste will ich eine Strasse bauen, Flüsse sollen in der öden Gegend fliessen.» Don erinnert sich: «Sofort gab mir der Herr ein Lied, um für sie zu singen.»

Bei ihnen angekommen führte Moen das Lied privat für seine trauernden Schwiegereltern auf und er sang: «Oh, God will make a way / Where there seems to be no way / He works in ways we cannot see / He will make a way for me.» («Oh, Gott wird einen Weg bereiten / Wo es keinen Weg zu geben scheint / Er arbeitet auf eine Weise, die wir nicht sehen können / Er wird einen Weg für mich finden»).

«Es ist ein Lied, das in Verzweiflung geschrieben wurde, aber es brachte ihnen ein Wort der Hoffnung», erinnert sich Moen. «Wenn alles um dich herum verloren scheint, wirkt Gott auf eine Weise, die du nicht sehen kannst.»

Immer Hoffnung mit Gott

«Sehr oft schauen die Leute auf ihr Leben und alles läuft gut», sagt Don Moen. «Dann verlieren sie ihren Job, gehen durch eine Scheidung, verlieren ihre Familie oder erhalten eine verheerende Gesundheitsdiagnose. Diese Dinge können deine Welt erschüttern und du denkst: 'Wie soll ich Hoffnung in meiner Geschichte finden? Alles, was sie sehen können, ist Hoffnungslosigkeit.'»

Doch mit Gott gebe es auch dann Hoffnung: «Ich möchte, dass die Menschen wissen, dass Gott trotz Verlust und Hoffnungslosigkeit bei ihnen ist. Wenn du genau hinschaust, kannst du die Hand Gottes in deinem Leben sehen.»

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