«Wildflower»-Darstellerin Shari Rigby – «Viele Frauen in Hollywood sind gebrochen»

15.6.2016
3 min

Shari Rigby nahm Drogen, sehnte sich nach Liebe und trieb ab. Schliesslich fand sie Halt bei Christus. Heute steht die Schauspielerin («October Baby») anderen Frauen bei, die sich ebenfalls in schwierigen Situationen befinden. Dazu gründete sie unter anderem die Frauenarbeit «Woman in my world».

Erstmals dreht sich ein glaubensbezogener Film, also ein Streifen des Genres «Faith Based», um die Themen sexueller Missbrauch und Depression. Zu den Hauptdarstellern gehört Shari Rigby. Wie die Schauspielerin erklärte, stehe dieses Werk namens «Wildflower» (Wildblume) letztlich für kraftvolle Hoffnung, die selbst in dunklen, einsamen Momenten zu finden sei. Solche will Shari auch neben ihrem filmischen Schaffen, zu dem unter anderem «October Baby» gehört, vermitteln.

Ihre Leidenschaft ist es, sich um Frauen zu kümmern, die mit Problemen zu kämpfen haben. Aus eigener Erfahrung ist ihr bekannt, dass Gott schwierige Momente in gute verwandeln kann. Sie selbst hatte einst Drogen genommen, an den falschen Orten nach Liebe gesucht und abgetrieben.

Gebrochene in Hollywood

Immer wieder frage sie Gott, was sie mit ihrem Leben tun soll. «Vor vielen Jahren spürte ich den Ruf, dass ich Frauen dienen soll. Das liebte ich, doch dann merkte ich, dass Gott meint, dass ich Gebrochenen beistehen soll.» Zunächst habe sie das nicht tun wollen. Doch dann stellte sie fest, dass dies ihr Weg ist. «Bei verschiedenen Gelegenheiten begann ich damit. Ich erzählte den Frauen von meiner eigenen Vergangenheit und half ihnen, selbst wieder auf die Beine zu kommen.»

Dazu hat sie mittlerweile das Werk «Woman in my world» gegründet. «Als ich meine Laufbahn in Hollywood vor sieben Jahren begann, träumte ich davon, ein Star zu werden. Doch bald stellte ich fest, dass Hollywood ein sehr gebrochener und einsamer Ort ist. Viele Frauen in meinem Alter kommen mit grossen Träumen hierher, doch diese zerbrechen schnell.»

Gebetsgruppe boomte

In ihrer Schauspielklasse habe sie bald bemerkt, dass sie von zerbrochenen Frauen umgeben ist. Bald startete Shari eine Gebetsgruppe. «Bevor ich wusste, was überhaupt geschah, war diese von zwei auf 25 Besucherinnen angewachsen. Inzwischen gibt weitere Gruppen in Atlanta und Nashville.»

In diesen Gruppen gehe es darum, sich von Gott leiten zu lassen. Manche der Teilnehmerinnen hätten in ihrem Leben schon sehr viel durchmachen müssen, andere würden einfach Gemeinschaft suchen.

Vergebung am Filmset erlebt

Shari Rigby wirkte einst im Film «October Baby» mit, bei dem es um Abtreibung geht. Die Dreharbeiten gingen ihr nahe. Bevor sie zum Set fuhr, betete sie. «Gott zeigte mir ein kleines Mädchen, das bei ihm ist – sie war wunderschön. Und gleichzeitig zeigte er mir viele Frauengesichter und spürte, wie er mir sagt: 'Das ist für sie alle'.»

Beim Dreh sah sie dann ein bezauberndes Mädchen, das ihre eigene Tochter hätte sein können. «Ich fühlte Schuld und Scham.» Doch als nächstes wurde eine Szene der Vergebung gedreht. «Es war für mich, als würde Gott mir zeigen: 'Ich zeige dir nun, wer ich als dein Vater bin.'» Auf diese Weise habe sie eine innere Heilung erlebt und ihr Leben wurde verändert.

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