Christen in Flüchtlingslager – «Wir müssen Gott um nichts bitten, wir sind glücklich!»

1.3.2016
3 min

Eine Flüchtlingsfamilie im Irak, als einzige Christen unter über 1'000 Muslimen – mit nichts weiter als einem Zelt, ein wenig Kleidern und einem Kerosin-Ofen gegen die Kälte. Und dennoch gibt es nichts anderes, was sie gerne hätten. Denn sie vertrauen darauf, dass Gott sie versorgt.Mohammed und seine Frau sind seit zehn Jahren Christen. Damals hatte Mohammed einen Traum, in dem Jesus zu ihm sprach. Als er aufwachte war ihm klar: «Jesus lebt… und ich werde ihm nachfolgen!» Seine Frau konnte diese Entscheidung zunächst nicht nachvollziehen. Doch nach sechs Wochen hatte sie den genau gleichen Traum – und übergab ihr Leben ebenfalls Jesus Christus.

Am Glauben festhalten trotz Verfolgung

Gemeinsam begannen sie, Jesus nachzufolgen und erzählten in ihrer Heimatstadt Mosul auch Nachbarn und Freunden von ihrem neuen Herrn. Die Folge: Ihr Haus wurde angezündet und brannte bis auf die Mauern nieder. Die Polizei ermittelte zwar, aber man fand scheinbar keine Zeugen… Doch selbst der Verlust ihres gesamten Besitzes konnte Mohammed und seine Frau nicht davon abbringen, ihren neugefundenen Glauben weiter auszuleben.

Als im Sommer 2014 der Islamische Staat nach Mosul kam, mussten sie mit ihren drei Kindern fliehen. Ihre Personalausweise gaben sie aber weiterhin als «Sunni-Muslime» und nicht als Christen aus und so landeten sie gemeinsam mit 1'000 anderen Muslimen in einem muslimischen Flüchtlingslager – als einzige Christen.

Zeugnis im Flüchtlings-Camp

Doch selbst das konnte sie nicht davon abhalten, ihren Glauben auszuleben. «Sie bezeugen Christus und haben Mitglieder anderer Familien zum christlichen Glauben geführt», berichtet Todd Nettleton, Sprecher von «Voice of the Martyrs USA», der mit der Familie in Kontakt ist. «Mitglieder von drei anderen Familien sind nun ebenfalls Christen – in einem Flüchtlingslager mit über 1'000 muslimischen Familien.» Trotzdem lässt Mohammed seine drei Kinder und seinen Besitz niemals allein – aus Angst vor Verfolgung innerhalb des Camps.

Eine nicht sehr intelligente Frage?

Zurzeit macht den Flüchtlingsfamilien insbesondere das kalte Winterwetter zu schaffen. Draussen schneit es, in den Zelten sind die Familien um einen Kerosin-Ofen versammelt, um nicht zu erfrieren. Hier unterhielt sich Nettleton kürzlich mit der Familie. «Am Ende unseres Gespräches erzählte er uns sein Zeugnis und ich fragte ihn: 'Mohammed, wofür betet ihr? Was bittet ihr Gott, das er für euch tun kann?' Er schaute mich an, als ob das keine sehr intelligente Frage war und sagte: 'Wir müssen Gott um nichts bitten. Wir haben alles Notwendige. Wir sind glücklich!'»

Im Dienst Gottes – er kümmert sich um den Rest!

Alles, was sie in diesem Wetter haben, ist ein Kerosin-Ofen – und dennoch ist Mohammed überzeugt, dass sie alles Notwendige haben. Er ist einfach zufrieden und glücklich in Gott und vertraut darauf, dass sein Herr und Retter ihn und seine Familie versorgen wird. Sorgen um den nächsten Tag oder die nächsten Wochen macht er sich nicht… Nettleton: «Er sagt einfach: 'Hey, wir dienen dem Herrn, und er kümmert sich um uns. Wir haben alles, was wir brauchen!'»

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