Durch tiefe Täler – Zweimal abgetrieben, dann Selbstmordversuch, heute voller Hoffnung

28.9.2017
2 min

In einem emotionalen Interview gewährt die Kenianerin Joan (Name geändert) einen Einblick in ihr Leben. Zweimal nahm sie eine Abtreibung vor. Psychische Probleme folgten, zweimal versuchte sie sich das Leben zu nehmen. Gebrochen fragte sie nach dem Lebenssinn. Sie wünschte sich völlige Heilung ihres Herzens, ihrer Seele, ihres Geistes, ihres Denkens und ihres Körpers – und sie fand, was sie suchte.

Zwei ihrer Beziehungen scheiterten, während Joan schwanger war. Beim ersten Mal stellte sie fest, dass der Mann, von dem sie schwanger war, keine echte Beziehung mit ihr oder dem ungeborenen Kind haben wollte und nicht bereit war, seine Verantwortung wahrzunehmen. Zudem fühlte sie sich im Alter von zwanzig Jahren zu jung, um Mutter zu sein. Zwar spürte sie in ihrem Herzen, dass es falsch war – trotzdem entschied sie sich zur Abtreibung; auch weil sie entsprechend von einem Bekannten «beraten» wurde, der eine Krankenschwester kannte, die «das Problem lösen» könne.

Sie fand, dass sie nun nicht mehr liebenswert sei. Doch sie lernte einen anderen Mann kennen. Wieder wurde sie schwanger. Die zweite Abtreibung erfolgte aus Scham und Angst. Zudem war sie gerade mit ihrem Examen beschäftigt.

Zwei Suizidversuche

Resultat der beiden Abtreibungen war schwerer, psychischer Schmerz. Das emotionale Leiden überwog den körperlichen Schmerz. «Ich fühlte mich schuldig und weinte aus dem Nichts heraus.» Stimmungsschwankungen stellten sich ein. «Ich wurde zu einer verbitterten Person und wurde wütend auf Frauen, bei denen scheinbar alles zusammenpasste.» Tiefe Depressionen suchten sie während zwei Jahren heim, jegliches Selbstwertgefühl war weg; zweimal versuchte sie sich das Leben zu nehmen.

Hunger nach Gott

An diesem Tiefpunkt angelangt, mit ihrem gebrochenen Herzen, der Schuld und der Scham, stellte sie sich die Frage nach dem Sinn ihres Lebens. Und damit kam sie zu Gott. «Ich wollte, dass mein Herz, meine Gedanken, mein Geist, mein Körper und meine Seele vollständig geheilt werden», berichtet Joan. «Mir war klar, dass das nur Gott tun kann.» Ihre Pastoren halfen ihr dabei, sich völlig von ihrer Vergangenheit abzuwenden. «Ein grosser Hunger nach Gottes Wort wuchs in mir», erinnert sich Joan. Ihr Leben begann sich völlig zu verändern und sie erlebte Heilung.

Seit dem Jahr 2004 – die erste Abtreibung geschah im Jahr 1998 – kann sie in Schulen und christlichen Gemeinden über ihre Vergangenheit sprechen. «Denn andere junge Frauen könnten das gleiche erleben wie ich, deshalb habe ich den Wunsch, sie zu erreichen.»

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